Stets der Arbeit hinterher

Der Arbeitsmarkt war in Timos Heimatstadt erschöpft, jedenfalls was Juristenstellen anging. Er konnte zwar der dritte Handlanger eines Anwalts werden aber mehr war im Moment nicht drin. Lange hatten er und Jasmin darüber diskutiert, welche Möglichkeiten in Zukunft bestünden einen vernünftigen Job zu ergattern. Im Prinzip blieb Timo nur übrig in die nächst größere Stadt zu gehen, auch wenn das für ihre Beziehung bedeuten würde, sich nur noch an den Wochenenden zu sehen. Geduldig wartete Timo die Stellenanzeigen in der örtlichen Tageszeitung ab und verfolgte akribisch die Entwicklung einiger renommierter Anwaltskanzleien. Eines Tages legte ihm Jasmin dann einen Ausdruck einer Stellenanzeige vor die Nase. Sie erklärte ihm, dass sie wusste, dass der Job nicht um die Ecke war, doch das Stellenprofil habe sich so interessant angehört. Die Stelle war an einer Universität ausgeschrieben, sie suchte einen juristischen Sachbearbeiter für studienbezogene Angelegenheiten. Unter anderem befasste sich die Stelle mit Studierenden die ihren Studienplatz einklagen aber auch mit der Erstellung und Überprüfung von Satzungen für neue Studiengänge. Jasmin hatte Recht, die Stelle hörte sich in der Tat interessant an. Deshalb zögerte Timo nicht lange und setzte sich an den Computer um seine Bewerbung abzuschicken nachdem er sich auf www.studienplatz-eilantrag.de ausgiebig informiert hatte.

Studienplatz einklagen

Drei Wochen später wartete Timo vor einem Büro in einem kargen Gang der Universität Bremen darauf, für sein Vorstellungsgespräch herein gebeten zu werden. Die Abteilungsleiterin bat in fünf Minuten später in ihr Büro. Zuerst sollte sich Timo vorstellen, anschließend erläuterte ihm die Abteilungsleiterin die Aufgaben der Stelle. Ein großer Bereich wurde durch Fälle in denen Studierende ihren Studienplatz einklagen abgedeckt, diese würden immer mehr, merkte die Abteilungsleiterin an. Aber auch einfache Einsprüche bei Exmatrikulationen oder abgelehnten Urlaubssemestern könnten auf dem Tisch landen. Den zweiten großen Anteil hatten die Satzungen, welche für neu einzurichtende Institute aber auch für bereits bestehende Studiengänge überprüft und bearbeitetet werden müssten. Die Abteilungsleiterin fragte Timo, ob er auch schon einmal vor Gericht gearbeitet hätte, dies könnte auf ihn zukommen bei den Fällen in denen es darum ging, einen Studienplatz einklagen zu wollen. Timo erzählte welche Fälle er bereits vor Gericht verhandelt hätte. Mit einem mulmigen Gefühl fuhr er nach Hause, seine Chancen konnte er überhaupt nicht einschätzen.
Völlig unerwartet rief in die Abteilungsleiterin zwei Wochen nach seinem Vorstellungsgespräch an und teilte ihm mit, dass er zum nächsten ersten an der Universität anfangen könne.

Kleine Jungs und große Autos – eine klassische Liebesgeschichte

 

 

Dass man kleine Jungs mit wenigen Dingen so sehr begeistern kann, wie mit großen Autos, ist ja ein alter Hut: Ich kenne kaum einen Jungen, der nicht dieses gewisse Blitzen in den Augen bekommt, wenn er ein besonders schönes Fahrzeug zu Gesicht bekommt – mit besonders großen Rädern, mit besonders lautem Motor, mit bunt bemalter Karosserie… Je ausgefallener, desto besser! Das mag vielleicht ein Klischee sein, aber ich finde, die realer Erfahrung zeigt, dass es zumindest in 99 % der Fälle zutrifft. Und natürlich, wenn sich ein kleiner Junge eben nicht für Autos interessiert sondern beispielsweise für Dinosaurier oder für Ponies oder wofür auch immer, dann sei ihm auch das gegönnt. Das ist ja schließlich keine Pflicht, da bin ich nicht so altmodisch, zu behaupten, dass sich jeder Junge für Autos interessieren müsste, um ein richtiger Junge zu sein!

 

Wie das zu meinen Grundschulzeiten war…

 

Als ich damals in die Grundschule ging, war das so, dass sich wirklich alle Jungs für Autos interessierten. Gesteigert wurde dies vielleicht dadurch, dass es längst nicht so selbstverständlich war wie heute, dass die Väter selbst ein Auto hatten. Nicht jeder meiner Mitschüler hatte also das Privileg, bei Papa auf dem Beifahrersitz mitfahren zu dürfen und am Wochenende vielleicht sogar bei kleineren Reparaturen mit unter die Motorhaube schauen zu dürfen. Mein Vater hatte sogar einen Dienstwagen, einen in schwarz und silber lackierten alten Mercedes mit schön geformter Karosserie – das war schon eine Attraktion! So habe ich dann auch meine besten Freunde, oder auch größere Jungs, mit denen ich gerne befreundet sein wollte, zu mir nachhause eingeladen, um uns unauffällig dazuzustellen, wenn mein Vater das Auto wusch – in der Hoffnung, dass er fragen würde, ob vielleicht einer von uns mal mit dem großen weichen Schwamm über die Felgen wischen wollte. Ein anderer Junge aus meiner Klasse erzählte, dass sein Opa auf dem Dorf wohnte und sogar einen eigenen Traktor hätte, aber das konnte er nie beweisen und so wurde er manchmal ausgelacht, weil er sich das angeblich nur ausgedacht hätte.

 

Der kleine Junge von damals ist erwachsen geworden

 

Ja, und heute bin ich nun der erwachsene Mann, der selbst ein Auto fahren kann kann, und mein kleiner Neffe ist in dem Alter, wo ich damals mit großen Augen und voller Begeisterung den tropfnassen Schwamm über die Felgen von Papas Mercedes wischen durfte. Ich selbst habe heute gar kein Auto, denn in der Großstadt lohnt sich das irgendwie nicht. Ich komme mit dem öffentlichen Nahverkehr oder mit dem Fahrrad über all viel schneller und bequemer hin und für die seltenen Momente, wo man mal ein Auto braucht, der leihe ich mir einfach eines. Mit der zunehmenden Ausbreitung der Carsharing-Modelle ist das ja nun wirklich kein Problem mehr, da bin ich auch sehr glücklich darüber. Und nur als Statussymbol ein Auto anzuschaffen, das ist mir mittlerweile zu blöd. Die Begeisterung für Autos ist mir dennoch geblieben, ich lese regelmäßig Auto-Magazine und fahre gelegentlich auch auf Events, um ihr mal ein paar besonders schöne Fahrzeuge anzuschauen. Und als mir meine Frau zum Hochzeitstag einmal einen Gutschein für einen Tag Porsche-Fahren schenkte, habe ich mich natürlich schon riesig gefreut. Aber ja, im Alltag, da brauch ich kein Auto.

 

Onkel, warum hast du denn eigentlich kein Auto?

 

Für meinen Neffen ist die Tatsache, dass sein Onkel kein Auto hat, ein steter Quell der Enttäuschung: Aber warum hast du denn kein Auto? Kaufst du dir bald ein Auto? Bringt der Weihnachtsmann vielleicht ein Auto? Solche und ähnliche Fragen fragen muss ich jedes Mal beantworten, wenn wir uns sehen. Womit ich meine Coolness in den Augen meines Neffen jedoch zurück gewinnen kann, das sind gemeinsame Ausflüge zu tollen Auto-Events. Das machte einen riesigen Spaß und das sind tolle Erinnerungen für uns beide! Zu deinem Geburtstag hatte ich ihm beispielsweise versprochen, dass wir gemeinsam auf eine Oldtimer-Auktion gehen. So richtig alte Autos, mit schön geschwungener Karosserie, viel Messing, Ledersitzen… Das war meine Idee!

 

Vorbereitungen für die Oldtimer-Show

 

Ja, auf diesen Ausflug habe ich den Kleinen auch ordentlich vorbereitet. Ich fand, das macht vielmehr Spaß, wenn er auch wirklich weiß, was das für tolle Autos sind, die wir uns dann gucken. Einfach nur gucken ist zwar auch schön, aber wenn man weiß, aus welchem Jahr das Auto kommt oder wie innovativ die Technik damals war, die darin eingesetzt wurde oder überhaupt wie selten das ist, das heute noch so gut erhaltene Modelle vorhanden sind, dann ist das Ergebnis doch gleich noch vielschichtiger. Und zudem lernt man dafür dann gleich auch etwas über die Geschichte – das eben früher vieles anders war, und beispielsweise auch die Autos anders aussahen. So haben wir uns also schon einmal getroffen, um gemeinsam ein Buch über Oldtimer anzuschauen. Das habe ich ihm dann auch ausgeliehen und wie erwartet hat er es tatsächlich sorgfältig durchgearbeitet – ich sage ja immer, man muss Kindern nur etwas zu lesen geben, was sie auch wirklich interessiert, dann schaffen sie es auch durch ein 120-Seiten-Buch mit komplizierten Fachbegriffen. Natürlich hat er nicht alle dieser Fachtermini verstanden, aber dafür bin ich ja da, das kann er mich ja dann fragen und ich erkläre es gerne.

Bild: holding graz

Bild: holding graz

Der lang ersehnte Ausflug mit meinem Patenkind

 

Witzigerweise stellte sich heraus, dass am selben Tag, wo die Oldtimer-Auktion stattfand, Freunde alter Fahrzeuge parallel auch ein kleines Rennen organisierten. Da ging’s gar nicht so sehr um sehr große Geschwindigkeiten, es ist ja schließlich kein Formel eins sondern eben eine Oldtimer-Wettfahrt. Das habe ich natürlich gleich in unseren Tagesplan mit aufgenommen: zuerst die Auktion, dann gemeinsames Mittagessen und dann das Rennen. Es hat ihm auch riesigen Spaß gemacht und ich habe geschätzt 5000 Fragen beantwortet. Und wie erwartet, konnte ich mal wieder mit den Sachen am meisten punkten, die mir am simpelsten schienen: So konnte ich beispielsweise seine Frage, wie denn die Startnummern auf die Frontscheiben der Oldtimer kämen, ganz einfach beantworten.

Das muss man erlebt haben – das Münchner Oktoberfest

Viele haben ja das Oktoberfest in München ohnehin auf der Liste der Reiseziele bzw. Erlebnisse, die sie unbedingt noch abhaken wollen. Ich habe bei dem Stichwort ehrlich gesagt bislang keinen besonderen Kitzel verspürt – die Aussicht auf größtenteils betrunkene Menschenhorden in stickigen Zelten schien mir wenig verlockend. Aber als ich dann meinen aktuellen Partner kennen lernte, der nun einmal aus einer alt eingesessenen Münchner Familie kommt, war mir klar, dass der Besuch der Wiesn früher oder später auf dem Programm stehen würde. Und richtig – das muss man mal erlebt haben, so sagten es mir alle, die ich in seiner Familie kennen lernte. Und dieses Jahr kam dann auch prompt die Einladung – Wiesn als Familienereignis, da konnte ich ja schlecht nein sagen.

 

Dirndl ist nicht gleich Dirndl – eine Lektion in Trachtenmode

 

Dass ich beim gemeinsamen Wiesn-Besuch nicht etwa in Jeans und T-Shirt oder im Sommerkleid erscheinen könnte, wurde mir auch – sanft aber unmissverständlich – nahe gelegt. Ich wollte letztlich auch nicht die einzige Dame sein, die unbe-dirndl-t erschien.

 

Es geht nichts über die Dirndl-Kompetenz der weiblichen Verwandtschaft!

 

So wandte ich mich letztlich mit einer Bitte um Beratung an die Münchner Damenrunde und rannte wirklich offene Türen ein. Gleich wurde ich zu einem Dirndl-Info-Abend im privaten Rahmen eingeladen. Ein wenig vorbereitet war ich ja schon: Der Blick der Abendzeitung auf die aktuellen Wiesn-Trends ist ja wie immer unbestechlich – Top oder Flop, hier wird mit strengem Urteil gerichtet. Und als wir dann gemeinsam mein erstes Dirndl aussuchten, war ich mir sicher: Bei mir wird das definitiv top!

Bild: heidiologies

Bild: heidiologies

Die schwierigsten Jahre als Eltern

Irgendwann kommt jedes Kind in die Pubertät. Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche das jedes niedliche Mädchen und jeder braver Junge ungefähr zwischen dem zwölften und 17. Lebensjahr zu einer Rotzgöre oder einem Rotzlöffel mutiert. Wird aus einem Paar eine Familie denken die werdenden Eltern zu allererst an die anstrengenden Nächte in denen das Baby gefüttert werden möchte oder die ersten Zähnchen kommen. Vielleicht verschwendet man auch schon einmal einen Gedanken an die unzähligen Kinderkrankheiten die spätestens mit dem Eintritt in den Kindergarten über die lieben Kleinen herfallen. Doch bis zur Pubertät denkt man da noch nicht und das ist wahrscheinlich auch besser so, sonst überlegt man es sich vielleicht noch einmal anders mit der Fortpflanzung. Unsere Leserin Brigitte hat uns einen amüsanten Leserbrief über die Pubertät ihrer Tochter Janine zu kommen lassen, den wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

linsenMeine Tochter Janine ist mittlerweile erwachsen und denkt selbst schon an die Gründung einer eigenen Familie. Oft muss ich noch schmunzeln über die Jahre ihrer Pubertät. Janina hatte schon als Baby dunkles Haar. Später wurde es etwas heller, doch von der Grundfarbe blieb es braun. Nun es aber zu ihrer Zeit total angesagt und hipp sich die Haare blond zu färben. Wochenlang lag sie mir damit in den Ohren. Ihr ganzes Zimmer war tapeziert mit blauäugigen Blondinen. Mein Mann und ich blieben ziemlich lange bei unserer ablehnenden Meinung, doch irgendwann hatten unseren Türen genug vom ständigen Zuknallen und so ließen wir uns dazu hinreißen ihr eine Blondierung der Haare zu erlauben. Als Janine vom Friseur zurück kam, erkannte ich mein eigenes Kind kaum. Als ich sie mir näher ansah, stellte ich fest das ihre Augen blau statt braun waren. Völlig außer mir, fragte ich was mit ihren Augen los sei. Janine erwiderte dass es sich um bunte Kontaktlinsen handelte. Sie habe sie von einer Freundin bekommen. Bunte Kontaktlinsen von so etwas hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie etwas gehört. Ich verlangte von ihr die Dinger sofort aus ihren Augen zu entfernen. Sie zog an mir vorbei und wieder wurde die Tür in Mitleidenschaft gezogen, das war wohl nichts mit unserer Rechnung. Zum Abendessen trug sie immer noch bunte Kontaktlinsen. Ich konnte ihr kaum in die Augen sehen, es war als säße ein völlig fremdes Mädchen an unserem Tisch. Als mein Mann sie das erste Mal sah, fragte er wo Janine sei und wer diese neue Freundin wäre. Ich klärte ihn auf und sah mich mit großen Augen an. Während es Abendessen sagten wir nicht viel. Janine verabschiedete sich direkt ins Bett, was ungewöhnlich für sie war. Normalerweise entbrannte ein Kampf um das Fernsehprogramm. Nach einer Stunde kam Janine die Treppe herunter, nun hatte sie puterrote Augen. Ich fragte im Scherz ob das auch wieder bunte Kontaktlinsen wären, sah aber gleich, dass die Augen rot vom Reiben und Weinen waren. Leise gestand Janine, dass sie die bunten Kontaktlinsen raus nehmen wollte, es aber nicht hinbekam und nun nicht weiter wusste. Ich nahm sie in den Arm und wir gingen gemeinsam nach oben. Da auch ich einmal jung gewesen war und viel ausprobiert habe, sehr zum Leidwesen meiner Eltern, hatte ich auch schon mal mit Kontaktlinsen hantiert. Im Nu hatte ich die Kontaktlinsen entfernt. Janine sah mich reumütig an und erklärte, dass sie doch lieber sie selbst sein wollte und dass sie nie wieder Haare färben wollte oder bunte Kontaktlinsen tragen wollte.

Heimweh in der Fremde – und was ein bißchen Walkstoff dagegen tun kann

Egal wie glücklich ich hier in Greifswald bin, egal wie gut ich mich eingelebt habe, wie gut es im Job läuft und wie glücklich ich mit meinem Partner hier bin – manchmal packt mich doch das Heimweh nach dem Süden. Ausgelöst wird das meistens durch total banale Anlässe, einen Artikel den ich irgendwo höre oder ein Sprachfetzen im Dialekt, den ich in der Innenstadt aufschnappe und der einfach total heimisch klingt. Letztens habe ich online dann einen Bericht über das Jubiläum vom Musikverein Zimmern in Rangendingen gelesen – das war ja unser Nachbarort, mein Bruder war auch im Musikverein ich bin eigentlich nur wegen grober Unmusikalität nie Mitglied geworden. Da hat mir schon so ein bisschen im Herzen gezogen, das sag ich euch. Und da habe ich irgendwie überlegt, wie ich mir so ein Stück Heimat je nach oben an die Ostsee holen kann. So ein Dirndl, wie die Damen dort auf dem Bild tragen, hatte ich früher ja auch einmal, das habe ich zu Volksfesten in der Region auch durchaus einmal getragen. Hier oben geht das aber gar nicht, da käme ich mir wie verkleidet vor, darauf habe ich keine Lust, ich bin ja keine Attraktion, die angestarrt werden soll – und das würde ich bestimmt, wenn ich hier mit einem Bündel durch die Straßen der alten Hansestadt gehen würde. Na, aber es muss er nicht Prominenter nur sein. Der Gedanke kam mir gerade letztens, als mit dem Fahrrad auf dem Heimweg war und ein älteres Touristenpaar überholt. Die beiden standen offensichtlich aus Bayern und waren sehr schick gekleidet. Sicher, dem Dasein als Urlauber angemessen, aber was mich besonders fasziniert hat, war die Jacke des Herrn. Das war so eine Art „angetrachtelter“ Blazer – also nicht direkt Tracht, aber mit Trachtenelementen.

Bild: Adam Lederer

Bild: Adam Lederer

Ein anstrengendes Trainings-Wochenende mit dem Verein

Ach, jetzt freu ich mich richtig über meinen Sofa-Platz! Nach zweieinhalb Tagen intensiven Trainings – natürlich nicht am Stück, pausiert und gewellnesst haben wir natürlich auch, das muss ja sein! – bin ich wirklich gut durch, auf eine angenehme Weise knülle und knochenmüde. Das mag ich, solche intensiven Wochenenden, wo man seinen Körper mal so richtig an die Grenzen bringen kann – und danach Entspannung pur! Da freu ich mich um so mehr, daß ich heut Home Office Tag habe und ganz entspannt am Rechner sitz, in meiner schlabbrigen Jogginghose und Kuschelshirt, statt in Bluse und Nadelstreifen. Arbeiten tu ich so sehr effektiv – und die Pausen zuhause zu verbringen hat schon was, so schön ist keine Teeküche! Und natürlich heute morgen der eingesparte Pendel-Streß, das war purer Luxus! Bin dann gleich aus der Dusche (wo’s für die müden Muskeln noch mal extra Wunderlotion gab!) an den Rechner, hab die Mails jetzt abgearbeitet und gönn mir jetzt die erste Kaffee & Blog-Pause. So sieht Work-Life-Balance für mich aus!

 

Wo Sport & Kunst aufeinander treffen

 

Apropos Badminton – ich wollt mir jetzt auch endlich mal ein schönes Sport-Shirt mit Siebdruck gestalten, ich steh da total drauf, mit der Technik kann man so prima Designs machen… Natürlich soll auf meinem Badminton-Shirt auch etwas thematisch passendes sein, minimalistisch und elegant, aber mit sportlichem Thema. Wie findet ihr beispielsweise das Bild hier – so ein Birdie als Zeichnung in Schwarz-Weiß, wie mit Bleistift oder Feder? Ich find’s toll – mal sehen, wie das technisch umsetzbar ist, müsste meines Erachtens nach aber gehen! Werde da gleich mal bei uns in der Straße fragen, da haben wir so einen T-Shirt-Laden! Das wird natürlich aus Baumwolle sein, aber das mag ich ohnehin lieber für die Aufwärm- und Cooldown-Sessions als diese Funktionsmaterialien – die sind fürs Spielen unübertroffen, aber so vom Wohlfühl-Faktor bin ich altmodischer Baumwollfan! Na, ich bin gespannt, ob meine Idee funktioniert!

Und so albern es vielleicht klingen mag – mich motivieren solche modischen Spielereien! Beispielsweise hat mich auch letztens, als ich mir nach monatelangem Liebäugeln mit lauter coolen Badmintontaschen dann endlich auch mal eine geleistet hat, es immer einen richtigen Motivationsschub gegeben, wenn ich die fürs Training gepackt habe. Schöne neue Tasche, gutes Gefühl, Lust auf Sport…

badmintonball

bild: guccio@文房具社

 

Pläne für heut abend

 

Ja, und nachdem ich bei dem Laden war, werde ich auf dem Rückweg noch im Supermarkt vorbei gehen und etwas einkaufen fürs Abendessen. Da koch ich mir ein bißchen Pasta mit Hühnchen, ganz leicht, ganz fix, ganz einfach – Alltagsessen eben. Und dann mach ich mir einen schönen Fernseh-Abend, hab noch eine Aufzeichnung von ein paar spannenden Turnieren zu gucken! In der Badminton-Bundesliga ging es ja letztens auch wieder hoch her! Besonders interessant fand ich das Match Michels-Goliszewski, über das auch die WAZ Online in aller Ausführlichkeit berichtet hat. Es ist ja immer eine interessante Situation, wenn sich Doppelpartnerinnen als Gegnerinnen gegenüber stehen. Man kennt sich so gut, hat gelernt, die jeweiligen Schwächen und Stärken des anderen zu antizipieren, auszugleichen, abzufangen – und auf einmal wendet man dieses Wissen, und versucht, jede bekannte Schwäche maximal auszuspielen!

Girl´s Day

Seit ca. zehn Jahren gibt es den Girl´s Day. An diesem Tag soll Mädchen ein Einblick in typisch männliche Berufe geben, wie z.B. Biologen, Mechaniker oder auch Straßen- und Tiefbauarbeiter. Mittlerweile wurde als Gegenstück der Boy´s Day entwickelt, hier soll dementsprechend Jungen ein Einblick in typisch weibliche Berufe gegeben werden, beispielsweise einer Erzieherin, Bürokauffrau oder Kauffrau im Einzelhandel.

Aber zurück zum Girl´s Day. Früher gingen viele Mädchen mit ihren Vätern an die Arbeit, mittlerweile bieten Firmen oder auch Universitäten Projekte für diesen Tag an.

Maria aus der siebten Klasse war mit ein paar Freudinnen mit ihrem Nachbarn auf dem Bau. Zu Beginn bekamen sie alle einen gelben Helm zum Schutz für Ihren Kopf. Dann fuhren sie mithilfe einer Arbeitsbühne in den zweiten Stock des Rohbaus und stiefelten von einem Raum in den nächsten. Der Architekt war heute anwesend und wollte den Baufortschritt kontrollieren. Bewundernd liefen die Mädchen hinterher und versuchten sich alles zu merken. Der Architekt erklärte detailliert auf welche Dinge es bei dem Bau eines Hauses ankam. Er zeigte den Schülerinnen Baumängel und zeigte ihnen anhand der Pläne wie die nächsten Schritte aussehen werden. Dann ging es sanft mit der Arbeitsbühne wieder auf den Boden zurück. Nun sollten die Mädchen einmal den Bauarbeitern zur Hand gehen, schnell waren sie außer Puste und es wurde ihnen klar, dass das kein einfacher Job war. Irgendwoher mussten ja die gut gebauten Männer aus der Coca Cola-Werbung kommen.

Zum Schluss durfte Maria noch einmal mit der Arbeitsbühne bis nach ganz oben fahren. Der Bauleiter zeigte die Sehenswürdigkeiten der Stadt und Maria wäre am Liebsten den ganzen Tag dort oben geblieben.

Völlig erledigt von dem ereignisreichen Tag fiel Maria am Abend ins Bett, vielleicht würde sie sich den Beruf als Architektin oder Ingenieurin doch noch mal genau anschauen und später auf dem Bau arbeiten.

arbeitsbühne lkw

Was wäre Bayern ohne die Mädeln im Dirndl?

Als ich heute Morgen am Frühstückstisch auf meinem schicken neuen Tablet durch die Nachrichten-Seiten der großen Zeitungen surfte, habe ich mich sehr gefreut: Ich bin ja großer Biathlon-Fan und habe seit mehreren Jahren mit großer Aufmerksamkeit die Karriere von Magdalena Neuner mitverfolgt. Dass sie nun eine sportliche Pause eingelegt hat, um gemeinsam mit ihrem Partner ein Kind zu bekommen, das habe ich ihr wirklich gegönnt – da muss man ja einfach Prioritäten setzen, Sport ist ja schließlich nicht alles im Leben. Und ja, wir Frauen sind es eben, die die Kinder bekommen, auch wenn dies natürlich einen herben Einschnitt in die Karriere, insbesondere natürlich vor allem im Sport bedeutet. Und heute las ich eben auf den Internet-Seiten der Morgenpost, dass die Magdalena nun geheiratet hat. Das Bild, welches die Redaktion zur Illustration ausgewählt hatte, war wirklich wunderschön: sie hochschwanger, im Dirndl, er im zünftigen Trachtenlook, beide offensichtlich verliebt und mit einem strahlenden Blick in die Kamera.

bild: raging wire

Ach, so ein Dirndl steht doch einfach jeder Frau und macht sie gleich noch einmal so schön, wie sie ohnehin schon ist. Das Foto hat mich dann gleich auch noch daran erinnert, dass ich ja dieses Jahr endlich wieder einmal aufs Oktoberfest fahre – die letzten Jahre hat es ja aufgrund beruflicher Termine leider nicht geklappt. Und nachdem ich jetzt auch wieder einen Festvertrag habe und damit das notwendige halt, möchte ich mir natürlich auch endlich einmal ein neues Dirndl zulegen – das alte ist ja wirklich schon abgetragen, das habe ich schon seit Studententagen. Habe dann gleich mal auf dem Tablet geschaut, was es so gibt.

 

 

Endlich ein toller neuer Schläger – da kann mein Spielpartner einpacken!

Na, wie findet ihr den Wilson-Schläger auf dem Bild? Die Experten unter euch wissen ja sicher ganz genau, was das für einer ist – und wie gut der ist! Das Foto ist zwar nicht von mir, das habe ich im Internet gefunden, aber genau so einen Schläger habe ich mir jetzt zugelegt, hab ich beim Fachhändler im Internet bestellt. Ich finde ja schon, dass man – wenn man auch nur mit einigermaßen sportlichem Anspruch spielt – seine Badmintonschläger unbedingt im Fachhandel kaufen sollte. Ansonsten hat das wirklich was von Federball. Ich habe meinen neuen Schläger schon einmal in der Garage angespielt und bin ganz begeistert vom Handling – da kann sich mein Spielpartner ja schon einmal auf was gefasst machen!

bild: Christian Jobst, Flickr

Und ja, Stichwort „sportlich“ – mir ist es letztens schon wieder passiert, dass ich auf einer Familienfeier erklären musste, dass Badminton tatsächlich ein ernstzunehmender Sport ist und mit dem Federball-Spiel, was Kinder barfuß auf Sommerwiesen spielen, nur marginal zu tun hat. Ungefähr so wie Marathon-Laufen mit Freizeit-Joggen! Aber ja, der Haupt-Zuschauersport in Deutschland ist eben der Fußball, danach vielleicht noch Hockey, Handball und Volleyball und das war’s. Badminton hat einfach viel zu wenig Publicity!

 

Na, aber da arbeiten wir ja dran. Zumindest hier in der Region machen will ja richtig gute Öffentlichkeitsarbeit mit dem SV Bergfried. Und obwohl wir ein Mehrsparten-Verein sind – Badminton liegt ja schließlich nicht jedem – haben wir doch eigentlich ein ganz gutes Image, finde ich. Da gibt es – neben den oben zitierten Unwissenden – immer wieder auch Leute, die mich gezielt ansprechen, weil sie überlegen, ob Badminton im Verein nicht das richtige wäre, sich in Bewegung zu bringen und etwas Turnierspannung zu erleben.

 

Und wir machen natürlich intensive Nachwuchsförderung, das ist einfach wichtig für die Zukunft unseres Vereins wie auch des Sports insgesamt. Talente müssen eben entdeckt werden – nicht nur im Fußball, sondern auch im Badminton! Bei mir im Verein war letztens ja auch das sogenannte „Talentnest“. Die Veranstaltung an sich ist auch wirklich gut: Ich war ja anfangs sehr skeptisch, ob man bei Erstklässlern ohne Spielerfahrung wirklich sehen könnte, ob aus denen gute Badminton-Spieler werden oder nicht. Wenn man den Sport aber analysiert und herunter bricht, was man als erfolgreicher Spieler braucht, bekommt man schon einen ganz guten Katalog von Eigenschaften, auf die man die Kids dann testen kann. Ganz spielerisch natürlich, wir machen hier ja schließlich keinen Hochleistungssport und gerade den kleinen Knirpsen muss es vor allem ja auch Spaß machen, sonst sind sie schon nach dem zweiten Training wieder weg. Ich habe letztens jedenfalls einmal beim Training der im letzten Jahr gecasteten Jungs zugeschaut und war schon beeindruckt, wie viel die mittlerweile drauf haben. Ich selbst hätte nicht die Geduld, mit denen zu trainieren – ich halte mich da lieber an die Teenager. Das Erfolgserlebnis, wenn dann einer von denen ein erfolgreiches Turnier spielt – das ist einfach toll!

Kreuzworträtsel – einer der beliebtesten Zeitvertreibe in Deutschland

Jeder, der sich schon einmal an einem Zeitungskiosk umgeschaut hat, weiß, wie groß die Rätsel-Leidenschaft der Deutschen ist: Die Zahl der Hefte ist groß, man hat die Auswahl zwischen verschiedensten Niveaus und Rätselarten, von klassischen Kreuzworträtsel über Kreuzgitter, Schwedenrätsel, Silbenrätsel bis hin zu Bilderrätseln. Ob auch die immer beliebter werdenden Sudokus dazu zu zählen sind, ist umstritten, doch letztlich zählt nur eines: der Spaß am Rätseln!

Wenn man Kreuzworträtsel-Fans einmal fragt, wann ihre Rätsel-Leidenschaft begonnen hat, erhält man sehr unterschiedliche Antworten: Die einen sind schon als Kind dafür begeistert worden – vielleicht erinnern ja auch Sie sich an das hier abgebildete Kreuzworträtsel-Spiel? Dieses unterhaltsame und pädagogisch wertvolle Spiel bot einen kindgerechten Einstieg in die Rätsel-Welt und begeisterte durch seine schier unendlichen, immer wieder neuen Möglichkeiten. Andere Rätsel-Fans sind erst später auf den Geschmack gekommen: durch das gemeinsam gelöste Sonntagsrätsel mit den Mitbewohnern, die Rätsel-Leidenschaft des Partners oder auch erst im hohen Altern durch einen Rätsel-Marathon im Seniorenheim.

bild: flickr, judith

Allen gemeinsam ist, dass sie Rätsel nicht nur als angenehmen Zeitvertreib sehen, sondern auch als praktische Möglichkeit, sich geistig fit zu halten, das eigene Wissen zu testen und zu erweitern. Hilfreich dabei sind spezielle Kreuzwort-Lexikas, die es sowohl in klassischer gebundener Form als auch im Internet gibt. Hier kann man nach Synonymen, bekannten Buchstaben und vielen anderen Suchkriterien dem im Kreuzworträtsel noch fehlenden Begriff auf die Schliche kommen!

Ein sehr schöner Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung beleuchtete letztens auch die Besonderheit der Kreuzworträtsel-Fans in Sachsen-Anhalt: Diese sind nämlich nicht nur in Bezug auf Fragen zur Landespolitik gewieft, sondern stehen auch besonders früh auf! Wie der Artikel berichtete, wurde die erste Antwort auf das große MZ-Rätsel zu wahrhaft früher Stunde eingesandt: Nämlich um 5:32 Uhr, also um eine Uhrzeit, zu der sich viele Berliner sicherlich noch einmal im Bett umdrehten, anstatt waagerecht und senkrecht Lösungsworte einzutragen!